Aktivkohleblock oder Granulatfilter – wo liegt der Unterschied?
Aktivkohlefilter gibt es in unterschiedlichen Bauformen. Besonders verbreitet sind Aktivkohleblöcke und Granulatfilter. Beide nutzen die adsorbierende Wirkung von Aktivkohle, unterscheiden sich jedoch bei Aufbau, Durchfluss, Filterfeinheit und Einsatzbereich.
Wie ein Aktivkohleblock aufgebaut ist
Bei einem Aktivkohleblock wird fein gemahlene Aktivkohle zu einem festen Filterkörper gepresst. Das Wasser muss durch die dichte Struktur des Blocks fliessen. Dadurch entsteht ein definierter Strömungsweg mit vergleichsweise grosser Kontaktfläche zwischen Wasser und Aktivkohle.
Je nach Porengrösse kann ein Aktivkohleblock zusätzlich bestimmte Partikel zurückhalten. Dadurch kombiniert er die Adsorption unerwünschter Stoffe mit einer mechanischen Filterwirkung.
Wie ein Granulatfilter funktioniert
Ein Granulatfilter enthält lose Aktivkohlekörner, durch die das Wasser hindurchfliesst. Auch hier lagern sich bestimmte Stoffe an der grossen Oberfläche der Aktivkohle an. Granulatfilter bieten häufig einen höheren Wasserdurchfluss und verursachen weniger Druckverlust.
Da die Aktivkohle lose im Filter liegt, können sich mit der Zeit unterschiedliche Strömungswege bilden. Das Wasser hat dadurch nicht immer gleich lange Kontakt mit der Aktivkohle.
Unterschiede bei der Filterwirkung
Aktivkohleblöcke ermöglichen aufgrund ihrer kompakten Struktur meist eine gleichmässigere Filterung und können je nach Ausführung auch sehr feine Partikel zurückhalten. Granulatfilter eignen sich besonders zur Reduktion von Chlor sowie von Geruchs- und Geschmacksstoffen und bieten dabei einen guten Wasserdurchfluss.
Welche Stoffe tatsächlich reduziert werden, hängt jedoch nicht nur von der Bauform ab. Entscheidend sind auch die verwendete Aktivkohle, die Kontaktzeit, die Porengrösse und die jeweilige Filterzertifizierung.
Welche Variante eignet sich wofür?
Aktivkohleblöcke werden häufig eingesetzt, wenn eine präzisere Filterleistung und eine zusätzliche Partikelfiltration gewünscht sind. Granulatfilter eignen sich gut für Anwendungen, bei denen vor allem Geschmack und Geruch verbessert werden sollen und ein höherer Durchfluss wichtig ist.
Wartung bleibt bei beiden wichtig
Unabhängig von der Bauform muss die Aktivkohle regelmässig gewechselt werden. Mit der Zeit sind die verfügbaren Bindungsflächen belegt und die Filterleistung nimmt ab. Die vom Hersteller angegebenen Wechselintervalle sollten deshalb eingehalten werden.
Fazit
Aktivkohleblock und Granulatfilter arbeiten nach demselben Grundprinzip, unterscheiden sich aber in Aufbau und Anwendung. Aktivkohleblöcke bieten meist eine gleichmässigere und feinere Filterung, während Granulatfilter einen höheren Durchfluss ermöglichen. Welche Variante besser geeignet ist, hängt von der gewünschten Filterwirkung und dem Einsatzbereich ab.




















